Latin-Specials 2014

Nach den zuletzt veranstalteten Tanz-Themen-Tagen, die eine Einführung in die klassischen Standard- und Latein-Tänze bot, waren beim letzten Workshop „Latin Specials“ im Mittelpunkt.latin_ws14_dsc01613.jpg
Diese fanden an fünf aufeinanderfolgenden Samstagen in der Jahrtausendhalle Oberreifenberg Seelenberg statt. Immerhin fanden regelmäßig bis zu fünfzehn Gastpaare und Paare der Tanzsportgemeinschaft den Weg in die auf etwa 600 Meter Höhe gelegene Halle und hatten sichtlich viel Spaß.Um erst mal in Schwung zu kommen gab es zunächst eine Übungseinheit Disco-Fox in einer besonderen Art, die alle Paare nicht nur als angenehm zu tanzen empfanden, sie merkten auch, dass sie bei dieser Variante auf der Tanzfläche gleich besser aussehen. Die Herren lernten beiläufig auch, wie sie ihrem Gegenüber zu verstehen geben, in welche Richtung sie eigentlich bewegen wollen. 

Mit großem Interesse haben die Paare dann den zweiten Latin-Special-Tag in Angriff genommen. Salsa stand auf dem Programm. Es ging hier weniger um spektakuläre Drehungen, sondern die Leichtigkeit und den Rhythmus lateinamerikanischer Tanzens zu fühlen. Und auch hier galt es für die Herren, Ihre Partnerin richtig „um die Ecke“ zu bringen, während diese v i e l Hüfte zeigt und ihn überzeugt, doch die "Richtige" an seiner Seite zu haben.

Am dritten Tag staunten die Damen nicht schlecht, als sie die Rolle einer „Muleta“ bzw. „Capa“ – also eines roten Tuches - übernehmen sollten, die Herren durften dafür in die Rolle eines gestandenen Toreros schlüpfen. Denn der Paso Doble stand auf dem Programm und die Herren lernten die Capa in großen Bogen um sich herum zu führen, um nicht vom Stier „erwischt“ zu werden. Beim Paso Doble handelt es sich um einen spanischen Tanz auf Marschmusik Er stammt aus dem 19. Jahrhundert, wird aber traditionellerweise den Lateinamerikanischen Tänzen zugeordnet. Die Schrittfolgen sind zwar eher einfach, dafür ist wird gerade den Toreros um so mehr Körperspannung abverlangt. Am Abschluss des Workshop-Tages konnten die fleißigen Teilnehmer den Paso in Formation durchtanzen.

 

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In die vierte Runde wurde der Paso Doble um ein paar Sequenzen erweitert, um dann mit dem berühmten „Highlight“ (einer Pose) in der Musik abschließen zu können. Außerdem bestand Gelegenheit, nochmal die erlernten Elemente aus Discofox und Salsa zu wiederholen und verfeinern.

Zum Abschluss am fünften Workshop-Tag wurde der Tango-Argentino präsentiert, ebenfalls ein lateinamerikanischer Tanz. Er hat sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Formen von Buenos Aires aus in der gesamten Welt verbreitet. Im Gegensatz zum Standardtango, der zu den Standardtänzen des Welttanzprogramms gehört, ist dies die ursprünglichere Form des Tango-Tanzes mit der zugehörigen Musik. Diese gilt es zu auch interpretieren, da sie mal schneller und mal langsamer ist. Tango Argentino ist weniger reglementiert als der Standardtango und man darf vieles tun, wofür man in den Standardtänzen von seinem Trainer gescholten wird. Leichter zu tanzen ist er aber nicht, wie die Teilnehmer sehr schnell feststellten, obwohl zunächst nur 6 Schritte gezeigt wurden. Das lag natürlich nicht an den wenigen Schritten, sondern an der Kunst, die Führung der Herren gegenüber der Dame zu erlernen und „durchzusetzen“. Thematisch war man somit wieder am ersten Tag angelangt, aber irgendwie dann doch ein ganzes Stück weiter…- oder ?

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Ein herzliches Dankeschön des Vereins an die Teilnehmer der Latin-Specials 2014 - auch uns hat es viel Spaß gemacht, so dass eine Fortführung im zweiten Halbjahr geplant ist.

 

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